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Raum Sokrates

Raum Sokrates
/ Nivel 1 DE

 

James Turrell

James Turrell, "Juke Blue", 1968, Sokrates Raum.

Das Museum Sa Bassa Blanca erhält ein neues Werk. Die Lichtinstallation „Juke Blue“ (1968) von James Turrel wird im Museumsraum Sokrates ausgestellt.

Dieses besondere Kunstwerk reflektiert den eigenen Blick des Betrachters.

„Mein Werk beinhaltet weder Objekt, noch Bild oder einen bestimmten Fokus. Ohne Objekt, Bild oder Fokus – was bleibt?

Der Blick auf das eigene „Schauen“. Mir war wichtig, eine Wahrnehmungserfahrung, die ohne Worte auskommt, zu schaffen.“

Turrell hebt in seinem Werk die Wirkung, die wir beim Betrachten des Feuers haben, hervor: Gedanken ohne Worte entstehen zu lassen. 

Dieser SoKraTES Raum ist ein Ort, der uns auffordert, die traditionellen Museumskonzepte zu hinterfragen, indem er andere Möglichkeiten aufzeigt, Kunst zu präsentieren und deren Beziehung zu Raum und Zeit zu verdeutlichen. Hier finden wir eine museale Präsentation, die sich linear auf die Zeit bezieht und nach räumlich-zeitlichen Verbindungen strebt. Der Raum, sein Thema und die Präsentation der Werke wurde inspiriert von Albert Einsteins Formel der Raum-Zeit-Relation. Ein Raum, der Werke aus weit entfernten Orten und Zeiten vereint, was wiederum einen sehr speziellen Dialog entfacht und einen Diskurs auf der Grundlage von Komplementarität und Gesamtheit. Ethnografische Werke stehen in Wechselwirkung mit zeitgenössischen Arbeiten und folgen damit der Ausstellung „Primitivism in 20th Century“ (Primitivismus im 20. Jahrhundert), die William Rubin 1984 für das MoMA in New York kuratierte, sowie der großen Schau „Magiciens de la terre“ (Magier der Erde) im Centre Pompidou und in La Villette, Paris 1989, konzipiert von Jean-Hubert Martin.

Diese relativ neu errichtete unterirdische Halle, genannt Sokrates, beherbergt einen spektakulären Vorhang aus 10.000 Swarovski-Kristallen und das vollständige fossile Skelett eines sibirischen Wollnashorns (Coelodonta Antike) aus der Zwischeneiszeit Riss-Wurm des Pleistoceno Superior. Des Weiteren sind Werke von Domenio Gnoli, Dolores Vita, Gerhard Merz, William Kentridge, José Maria Sicilia, und des weltweit anerkannten mallorquinischen Künstlers Miquel Barceló (*1957, Felanitx), der auch die Kapelle in der Kathedrale von Palma neu gestaltet hat, sowie einige Werke von Ben Jakober und Yannick Vu zu sehen. Der Besucher wird auf eine Reise mitgenommen, die ihm eine andere Form von Kunstverständnis und dessen Beziehung zu Raum und Zeit zeigt.

 

 

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Im Norden Mallorcas bei Alcùdia, ein wenig versteckt und eingebettet in ein Naturschutzgebiet, liegt das Museum Sa Bassa Blanca.
msbb - Museo Sa Bassa Blanca

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Museo Sa Bassa Blanca

Fundación Yannick y Ben Jakober

 

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